Über uns
Wer auf Hilfsmittel angewiesen ist oder einen Menschen pflegt, kennt das: Ein neues Teil kommt ins Haus. Es funktioniert, es hilft. Aber es sieht aus, als gehöre es in eine Klinik – nicht in ein Zuhause.
Ich weiß das aus Erfahrung. Seit ich 15 bin, pflege ich meine Mutter, die MS hat. In zwanzig Jahren habe ich viele Hilfsmittel kommen sehen – und manche in der Schublade verschwinden, weil niemand sie gern ansieht, trägt oder zeigt. Erst wenn man ein Hilfsmittel wirklich gerne nutzen möchte, entfaltet es sein volles Potential, denn wenn ein Hilfsmittel in der Schublade verschwindet, dann hilft es niemandem.
Beruflich gestalte ich seit fünfzehn Jahren Marken, Medien und Produkte. Bei Studio Kann Leben, das ich mit meiner Frau Valérie Sann führe (Kubitza + Sann = Kann), kommt beides zusammen: die tausend kleinen Probleme des Pflegealltags – und gute Gestaltung, die sie lösen kann, ohne viel Aufhebens darum zu machen.
Immer mehr Pflege findet zu Hause statt. Kein Zuhause sollte deshalb aussehen wie ein Krankenzimmer. Also gestalten wir Alltagshilfen, die man gern benutzt, weil sie wirken wie ausgesucht – nicht wie verschrieben. Als fertige Produkte, als Anpassung auf Anfrage, und für Hersteller, die es genauso sehen.